Trump, Brexit und die Medien –Plädoyer für eine Aufklärung 2.0

“US-Wahl und Medien: Eine Niederlage für den Journalismus”, schreibt die Wirtschaftswoche nach dem Sieg von Donald Trump. Die Medien hätten den Draht zu weiten Teilen der Gesellschaft verloren. Es fehle die kritische Distanz zu den Eliten und ein offener Blick auf die Gründe des Volkszorns. Ähnliche Argumente hatte man auch schon nach dem Brexit-Votum und den AfD-Wahlerfolgen gelesen. Diese Analyse aber greift viel zu kurz. Denn die Entfremdung von Medien und Teilen der Bevölkerung ist viel tiefgreifender. Es ist eine Verschiebung der öffentlichen Wahrnehmung unseres demokratischen Systems insgesamt. Was es jetzt braucht, ist nichts weniger als ein neues Zeitalter der Aufklärung – quasi eine Aufklärung 2.0.

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Böhmermann goes Spotify: Ein Glücksfall fürs Radio?

Jan Böhmermann hält die deutsche Medienszene auf Trab. Gerade erst hat er mit seinem Erdogan-Ziegen-Gedicht die Grenzen für Satire neu gezogen. Jetzt verkündete er den Wechsel seiner Radio-Eins-Sendung “Sanft & Sorgfältig” gemeinsam mit Olli Schulz zu Spotify. Der Irritation in der Branche ist groß. Ausgerechnet Spotify! Der Erzfeind aller aufrechten Radiomacher. Herzlos von Algorithmen zusammengestopselte Musik ohne Seele. Oder, wie es oft nur kurz heißt: Das ist doch gar kein Radio! Na und? Der Böhmermann-Wechsel könnte sich als Glücksfall fürs alte Radio erweisen. Dann nämlich, wenn er es schafft, die Branche endlich aus ihrer digitale Lethargie zu reißen.

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Radiozukunft: Von der Pralinenmischung zur Qualitätspraline

“New Radio” lautete der Titel eines Panels bei den diesjährigen Lokalrundfunktagen in Nürnberg, bei dem wir unser kleines Projekt soundticker vorstellen durften. Dabei haben sich einige Fragestellungen zur Zukunft des Radios ergeben, die meiner Ansicht nach noch viel zu wenig diskutiert werden. Deshalb würde ich sie gerne in Form von fünf Thesen zur Debatte stellen.

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